Warum im Opernhaus?
 
     
 

Wir möchten mit Cipollino ein Ereignis schaffen, dessen Öffentlichkeitswirkung weit über den regionalen Einzugsbereich hinausgeht und so für die Kulturlandschaft des Kölner Raumes vielleicht ein erster Schritt ist, neue Impulse zu setzen. Ein professionell inszeniertes und durchgeführtes Handlungsballett, dass von Schülern tänzerisch umgesetzt wird und dabei eine zeitgemäße Geschichte erzählt, verbunden mit dem einzigartigen Erlebnis die Intensität und Klangfülle eines großen Symphonieorchesters dazu live zu erleben.

Dieses Projekt kann eine Signalwirkung sowohl bei jungen Menschen als auch bei Erwachsenen haben, denn es ist einer der größten Irrtümer zu glauben, junge Menschen seien für diese Form von Kultur nicht mehr zu begeistern. Das Gegenteil ist der Fall, man muss ihnen nur die Gelegenheit geben, die Hemmschwelle des ersten Kontaktes zu überwinden.

 
     
 
Philosophie und Intension
 
     
 
Seit vielen Jahren arbeiten wir in der klassischen Tanzausbildung mit Kindern und Jugendlichen aller Alterstufen und haben uns zum Ziel, gesetzt diese Kunstform in Verbindung mit der klassischen Musik als wichtigen Bestandteil unserer kulturellen Entwicklung zu pflegen und jungen Menschen nahe zu bringen. Ohne Vertrautheit mit einer Kunstsparte entsteht keine Bereitschaft, sie zu nutzen, zu erhalten und zu fördern. Insofern ist künstlerische Breitenarbeit ein kulturpolitisches Förderinstrument zum Erhalt und der Entwicklung eines zukünftigen Tanz- und Theaterpublikums gegen den Trend eines kulturellen Desinteresses.

Tanz als eine elementare Kunstform überschreitet alle Sprachbarrieren und lässt Kommunikation, Verständnis und Respekt zwischen den Menschen unterschiedlichster Herkunft entstehen. In der Kunst für junges Publikum ist eine Wechselbeziehung zwischen Kunst und Pädagogik unvermeidbar. Künstler und Pädagogen müssen Schlüssel reichen und Zusammenhänge offen legen. Kunst wird damit verständlicher und zugänglicher. Der Tanz bietet diese Möglichkeit vielleicht erlebbarer als jede andere Kunstform.

Bei der Arbeit an verschiedenen Handlungsballetten, die wir in den letzten Jahren mit unseren Schülern durchgeführt haben, hat uns das Engagement und die enorme Begeisterungsfähigkeit der darstellenden Kinder und Jugendlichen, ebenso wie die große Resonanz des jungen Publikums beeindruckt und inspiriert, diese Arbeit fortzusetzen und den Versuch zu wagen, sie einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Im Rahmen der Vorbereitungen von Cipollino entstand sowohl bei uns, als auch bei den Darstellern der Wunsch, mit diesem Projekt über den kulturellen Effekt hinaus auch wirklich etwas für andere Kinder zu tun, die unsere Hilfe dringend benötigen.